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BAM BAM BAM*
* Theatralischer Tusch vom angemieteten Orchester Eine Ära der Geheimniskrämerei geht zu Ende. Vorbei die Tage der Ungewissheit. Etwas wehmütig ob der Wahrheit, die nie so ausfällt wie in den Vorstellungen läute ich "Die Enthüllung" ein. Es war nur eine Frage der Zeit und meines exorbitanten Recherchetalents. Der Mythos - er scheint zu bröckeln. Jedes Schattendarsein hat irgendwann ein Ende. Doch wer sagt, dass das gefundene Material alles schlechter macht? Schalten Sie auch morgen wieder ein, wenn wir knallharte Fakten aufdecken. Wer ist dieses Nikotinwunder wirklich? Wo ist diese Ecke, in der sie immer sitzt? Und exklusiv bei uns: Ihr wahrer Name. [Kurze Zäsur für erstauntes Publikum] Alles beim alten? Man weiss es nicht. Für mich wird sie zumindest immer Herma sein.
- pepperweb: Das exklusive Boulevardblitzmagazin für Leute von heute -
[30.8.05 | ]
Einfallswinkel, Ausfallswinkel...
...wenn es mal so einfach wär. Hallo liebes Eingabefeld. Da sind wir mal wieder beisammen. Ich freu' mich auch. Heute feiern wir gemeinsam einen der Tage, an denen das Überlegen samt Schreiben schwer fällt. Ungleich den üblichen Lustigsein-Blockaden liegt derzeit einfach zuviel zwischen Kopf und Fingern, als dass dieser ganze Kram schwupp-schwupp-leicht von der Hand ginge.
 Flieglein, Flieglein an der Wand. Danke fürs Aufregen.
Wie schön, weil passend: Eigentlich ein simples Zimmer, doch dank einer neuen Entdeckung (hier der Spiegel) ist plötzlich das langweilige Eigenheim nicht nur bildlich voller Aufregung. Aufregung, Bewegung, Aufgekratztheit, Action und so. Viel los, persönlich sogar, auch wenn die (rein faktisch betrachtet) ekelhaften Lider die Augen Dunkelheit schenken sollen. Klingt eher unangenehm, ist hier aber eine ungewohnt gute Einbahnstraße. Normalerweise verfährt man sich mit jedem Meter mehr, ich würd' allerdings sogar lieber die Restriktionen der 30er-Zone ignorieren. Ist aber gut so, Gesetze sind gut. Sag ich mal so. Macht aber höllisch Spass. Und froh und so'n Kram. Ändern könnt sich nur eins: Die scheinbar immer miserabler werdende Zeiteinteilung meines anscheinend zurückgebliebenen Organisationszentums. Während ich mir vor einem Monat noch in einem Anfall von Geldgier möglichst viele Arbeitsschichten für den September auferlegt habe, könnte ich mich jetzt wieder ins Hinterteil beissen. Gerade in Hinblick auf viel zu viele zukünftige Unistunden wäre ich jetzt über jede weitere Freiminute froh. Aber kann man schon im Vorraus wissen, wann der Postmann den Spiegel bringt? Leider nein. Zum Glück nicht. Verdammt.
Moment. Ungewöhnlich, dass ich die Zeilen erneut durchlese, bevor ich sie gen Server schicke, hier aber erneute Bestätigung meiner Theorie: Das muss doch stinkend langweilig und verwirrend sein? Mir als Hobbyegoist allerdings schnuppe. Raus mit dem, was keine Miete zahlt.
Abschliessend, eigentlich nur um die Stammkundschaft nicht zu enttäuschen (so eine Art Gratis-Käse-Häppchen kurz vor der Kasse quasi), eine Kurzannäherung an den heute extremst verhassten Klartext. Viele Bilder aus Leipzig und Berlin, 100% für nicht veröffentlichungs-sinnhaft erklärt. Viel Vorfreude auf ein erneutes. Viel Verwirrung über Geschenisse bei Exkollegen. Viel Unlust auf den arbeitsreichen September. Viel Spannung beim zukünftigen Sneaken. Vielleicht. Und - naja: Viel Lust auf den nächsten Gang. Brumm brumm.
- pepperweb: Breakdance beim Bosporus -
[27.8.05 | ]
5 Zeilen extra
Jaja, wieder da. Nee nee, wartet ab, trinkt Tee. Müde, sehr müde, sehr sehr müde. Es gilt viel nachzuholen, Schlaf wartet auf der Liste gleich auf Platz 2. Der Astra-Express ist jedenfalls sicher gelandet und hat mich in mein persönliches Paradies entlassen. Arbeit, Wohnung, Bauch. Blog muss warten, so sehr es auch schmerzt. Durchhalten macht stark.
- pepperweb: Transpirierender Textbaustein -
[26.8.05 | ]
Nicht mal verwandt
Der Vater aller Väter backstage. Die fiese Sau. Endlich ist's raus: Seine Stimmung steht und fällt mit seinem Lieblingssaft. Aprikose-Kirsch. Rein zufällige Momentaufnahmen mit und ohne Saft. Der Paparazzi sollte in die Schärfenachhilfe, mein Kopf sollte ins Bett und mein Gemüt nach Düsseldorf. Schleunigst. Mit diesem konsequent unlustigen Beitrag schliesse ich auch diese kaum zu fassende, umfassende Berichterstattung ab, die nächste Stadt wartet morgen früh auf meine Bereisung. Dieses Mal ohne "Neu"-Flash, daher doppelt spannend. Auf einen guten Wochenanfang Eurerseits, ich lebe ja derzeit zeitlos. Derzeit - wie unlogisch.
- pepperweb: Weine nicht, wenn der Regen fällt -
[21.8.05 | ]
Joh, nöh?
"Everybody say Oooohooo!" "Ööööhööö!" ...und damit ein herzliches Willkommen aus, nach und auch aus Leipzig an, zur und in die Welt. Nach dieser Präpositionen-Party also einen Gruß vom Messegelände, direkt aus einer undefinierbar großen Nerdmasse. Hiermit bin ich gut um einen selbstfeiernden "Ich bin weg, vermisst mich!"-Eintrag herum gekommen und fahre mit direkter Meldung von der Front fort. Etwas unspektakulärer als letztes Jahr zwar, dennoch aber nicht spassloser - von nicht in Worte zu fassender Heimatsucht anderer Art abgesehen. Laut ist es, stickig ist es und voll ist es. Beeindrucked aber auch immer wieder. Hier und da eine Sekunde, in der ich dem Knopfloch eine Miniträne über vergangene Zeiten erlaube, größere Bestärkung über die richtigen Entscheidungen meist schon Sekunden später. Ich schwafele, anscheinend gibt es Nachholbedarf. Dank selbstlosem Ex-Kollegen-Aufopferung komme ich heute noch um eine Brückenübernachtung herum und siniere erfolglos über mögliche Wiedergutmachungstaten. Über Sprachbarrieren, die zu einer hotellosen Zeit führen konnten, berichte ich Euch nach der nächsten Maus. Vielleicht. Hauptstadt, Du bist als nächstes dran. Schutzweste sinnlos.
- pepperweb zitiert: Ich weiss wo Dein Haus wohnt -
[20.8.05 | ]
8 Sprachen in 8 Sekunden
35km entfernt und doch unter Besetzung. In scheinbar jeder noch so kleinen Seitenstrasse haben mir heute Flaggen, Sprachkaudawelsch und Einheitsrucksäcke entgegengewunken. Damit ein herzliches Willkommen im obligatorischen "auch ich schreib was"-Eintrag zum Weltjugendtag in Viva Colonia. Meine Güte, was bin ich froh diese Woche nicht arbeiten zu müssen und somit vom erhöhten Schweissaufkommen in den Bahnen (bis über die maximale Traglast hinaus belastet, natürlich) verschont zu bleiben. Es ist merkwürdig. Irgendwie sind sie ja ganz putzig, die vielen Kulturgesichter, irgendwie aber auch unheimlich. Unheimlich und/oder nervig, die Entscheidungsphase läuft noch. "Wie besoffen, ohne Alkohol" umschreibt meine Eindrücke der hellblauen Wanderer wohl am besten. Selbst hier, so weit vom Zentrum der Versammlungen entfernt, scheinen sie mittlerweile überall zu sein. Überall.
 Bald auf DVD: "Die Pilger-Edition - Sie sind überall".
Hab zwar mit dem nix am Hut, aber grüßt Benni von mir. Und schickt mir ein Bild vom Massenlager auf den Rheinwiesen, ich war zu faul.
Und hiermit ist sie auch schon wieder beendet, die Zeit der übergroßen Bilderflut. Neues Material frühestens aus/nach/durch Leipzig, dem nächsten Reiseziel im aktuell sehr sehr spannenden Lebensplan, meinem.
- pepperweb: Beim Wandern so taub wie die See -
[17.8.05 | ]
Poetischer Rettungsruf
Mahlzeit an alle lesenden Gesichter in der Nähe. Mir dünkt, das Herz wir schwer. Welch Zeilen das Gefühl berühren, welch Poet mit edlem Gemüt hinter diesem Gebitt wohl steckt.
 Mein Herz - wie ergriffen es schreit.
Na endlich ist das Rätsel gelöst. Die Plastikbeutel sind schuld, die fiesen aus der Hölle. Ergreifende Formulierungen, wahrscheinlich von einem gescheiterten Dichter, jetzt Wildhüter - aber dennoch egal. Ich wollte nur mal was bloggen und fand das schick. Also in Relation. Lasst mich doch.
- pepperweb: Trommelwirbel, Tusch -
[15.8.05 | ]
Weiterfahrt ungefährlich
Der gemeine Personenumlaufaufzug mit dem knuddeldigen Namen. Der Paternoster. Für mich (historisch zwar völlig falsch, dafür doppelt egal) der Inbegriff der 60er ist ja noch langsamer, als ich mir hätte träumen lassen. Bisher unberührt von diesem Kulturgut weltlicher Aufzugbauerei ist hier bei der Arbeit noch einer in Betrieb. Nonstop und ratternd, vollkommene Idiotie also eigentlich. Aber irgendwie lustig. Nicht haha-lustig, aber lustig. Drei Stockwerke dauern da schon mal gefühlte 13 Minuten. Gefährlich, so eine unerwartete Pause im Botengang, erst recht wenn innen auf den Augenlieder eh schon "bitte geschlossen halten" eintätowiert wurde. Der Paternoster. Ein Quell der Ruhe in unserer, hach, so schnelllebigen Zeit. Was für ein Gesülze - wird einem immer erst bewusst, wenn man die Phrasenmaschine selbst mal in Gang setzt. Und sprachlich ist dieses Relinkt vom Vater unser abstammend. Verrückte Welt.
Im Sat1-Stil präsentiere ich, diesen Eintrag abschliessend, das erste und gleichzeitig letzte Mal mein aktuelles Wortwort. Die Begeisterung bei der Sonne blieb zwar aus, aber Ihr hier seid mir für nichts zu schade. Wolkenkuckucksheim. Da möcht ich mal wohnen, allein schon, dass damit ich das bei Homeshopping-Bestellungen buchstabieren kann. Teeei ist der Runnerup des Tages. Schönen Feierabend wünsch ich mir. Von Herzen, da bin ich mal nicht so.
- pepperweb: mit dem ovalen Stöpsel der Erhabenheit -
[12.8.05 | ]
Bitte weitermönken
Bin unterwegs, die Tage dieser Woche suchen - denn ein Blick auf Uhr und Kalender verwirrt. Wäre ich an Bord der Enterprise oder irgendwo da, würde ich diese Geistverschiebung mit einem Raumzeit-Dings erklären, was unglaublich technisch und überzeugend klingen würde. Anders: Unfassbar, wie Tage verfliegen. Bin gerade unfähig mich zu erinnern, welche typischen Situationen genau das Gegenteil bewirken. Gegentherapie ist angesagt. Lange Autofahrten vielleicht, die enden auch nie und kommen viel länger vor. Oder... äähh... das gibt doch so viel davon. Merkwürdig, mein Kopf streikt. Ich werde mich beizeiten einer Eigenchirugie unterziehen. Ach. Wäre ich jetzt nicht so faul, würde ich jetzt diesen Eintrag wieder löschen - war ja sinnlos, dieser Aufwand. Aber konsequent schliesse ich mit einem weiteren Rerun und gelobe, ähäm, Besserung:
Der Bote von der Post rief: "Ich liefere das Roastbeef!"
- pepperweb: das rauste Verklapsen, das es je geben wird -
[11.8.05 | ]
Landung vorgezogen
Dieser Eintrag ist Teil einer Woche, dessen Wochenthema noch gefunden werden will Rerun-Alarm: Alles andere ist so unraffiniert wie Rohrzucker. Etliche Regenstunden brüllten nonstop durch die Windschutzscheibe ins Ohr: Auf nach Haus. Merkwürdig, wurde der doch sonst erst nach minimal drei Tagen Heimat laut. Immer definierter wird das "Hause" in der "nach Hause"-Floskel. Über Heimat wird jedoch nicht verhandelt.
 Unterschwellige Botschaft: Wer runterschauen kann, muss oben sein.
...und oben fühlt sich gut an. Danke Herr Bildungserfinder für diese Ferien-Dings, sind ganz ok. Dass die Zeit schneller bröckeln wird als das Wasser fällt ist klar, stehen doch weitere Ausflüge auf dem selbstgeschriebenen Kreativprogramm. Nerdversammlung im Osten begutachten, kaiserlich frühstücken in der Hauptstadt und so'n Kram. Ein paar kostenlose Stauzugaben kommen eh von alleine. Wird aber jedenfalls ein Spass. Erst Mitte nächster Woche, aber dennoch schon erschreckend präsent. Spanned bleibts. Abschliessend ein Zitat der abgelaufenen A1-Tapes, dank Ipod-Defekts soeben per x-facher Wiederholung überhört. Danke, Dende.
"Sei der Held, leih der Welt einen Tag von deinen. Ey, warum sagst du nein? Ich frag sonst keinen. Glaubst du ich mag's zu schreien? Nun schlag schon ein! Wir hauen uns Starkstrom rein durch Mark und Bein." Ich hätt aber gern die 110V, ist schon spannend genug so. Alles. Bombige Woche, liebes Deutschland.
- pepperweb: Du bist Kubist, ich perfekt wie'n Kreis und so -
[8.8.05 | ]
Randgespräch
"Irgendwie hab ich Deinen letzten Eintrag nicht verstanden." "Als ob man bei Dir jemals irgendwas [...]"
Und puff - wurde die Existenzberechtigung meiner Nachfrage im Keim erstickt. Erschreckend.
- pepperweb: Finger hoch! -
[5.8.05 | ]
Doppeldrops
Woche vorbei, Sommer vorbei, Lachsack vorbei. Hm. Zwei der Dinge hätt ich gern zurück, der andere ist zu nervig. Moment - die Woche ist weg? Abzuschliessen mit acht gleich folgenden Arbeitsstunden? Das ging nun wirklich mal eigenwillig schnell dahin. Kein Wunder, wenn die Polka als Sechs-Achtel getanzt wird. Mitten in der Nacht werden also heut noch die Koffer gestopft, Herr und Frau Mutter erwarten die Rückkehr ihres unvergleichlichen Erfolgssohns schon seit zwei Monaten. Kommt das schlechte Gewissen von allein, oder von der erhöhren Frequenz der mütterlichen "Wann kommst Du mal wieder?"-Anrufe? Wurst, denn morgen, nach viel zu kurzer Nacht, wartet ein erneuter Kurztrip in die 80er auf mich: Zuhause zuhause reloaded. Praktisch, wenn beim letzten Beladen der iPod den mechanischen Geist aufgibt. Herzlichen Dank, das werden radioreiche Staustunden. Urlauber: bleibt dort wo ihr seid. Warum das Gequassel hier? Weil überdreht, wippend und hellwach die bekannte werte Leserschaft, anders, als in anderen Klitschen, mir eine Lobhudelei und Entschuldigung wert sind, wenn hier mal wieder Stillstand eintritt. Hiermit geschehen, nächste Woche bestimmt mehr. Und Bilder (Das zieht immer). Nebenbei: Ich wünschte, ich hätte diesen Slogan zuerst gefunden. Aber dies ist mehr als nebensächlich, ich möchte mich empfehlen. Drops, Doppeldrops, ACTION.
- pepperweb: Don't be a rerun -
[5.8.05 | ]
Gitarre war gestern
Ich danke dem Schicksal, nimmt mir doch mein Arbeitsheimweg einen kompletten Eintrag ab. Selten, aber angebracht: Kommentarloser Eindruck aus der Kölner Innenstadt. Extragroß.
 Niemand hat gedrück, trotzdem hat er's getan.
Aber eigentlich ist er nicht auszulachen, schade eigentlich. Grund dafür: Alle Passanten hatten nach seiner Sichtung ein Lachen auf den Lippen - ein Wohltäter also. Passiert viel zu selten.
- pepperweb: Don't be a rerun -
[2.8.05 | ]
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