Bonnys neue Kleider 

Ähnlichkeiten mit existierenden Personen sind rein zufällig. Alle Namen wurden von der Redaktion geändert.
"Wir verhandeln heute im Falle Hansen. Ihnen wird zur Last gelegt Ihren neu erworbenen Drehstuhl Marke Bonny schon drei Stunden nach Ihrem Kauf bei Ikea misshandelt zuhaben. Dies in Tateinhergang mit grob fahrlässiger Dummheit. Herr Verteidiger?"
"Mein Mandant ist schuldig gemäß des Tatvorwurfs, die vorliegenden ärtzlichen Atteste belegen jedoch eine Schuldunfähigkeit. Herr Bode hat bereits in vergangenheit mehrmals an Anti-Tollpatsch-Seminaren teilgenommen, auch aktuell verfolgt er eine tägliche Therapie. Die von der Anklage erwähnten Gedächtnisschwierigkeiten meines Mandanten tun nichts zur Sache. Ich plädiere für Freispruch."
"Herr Hansen, Sie haben das letzte Wort."
"Ey also das war so. Das müssen Sie sich mal vorstellen. Also wirklich. Das Chilli, ne? Hab mir also gerade Chilli gemacht. Und da trag ich so voll normal den Teller rüber. Also zur Couch. Also ich 'ess immer auf der Couch müssen sie wissen. Also jedenfalls. Das war total heftig gewesen. Da steht halt dieser neue Stuhl da so rum. So vorm Computertisch, so. Und da steht sonst nur der Klappstuhl und so. Da kann ich. überhaupt nichts für, dass der Teller dagegen und so. War ja total ungewohnt. Also echt, das müssen Sie sich mal vorstellen. Ich hab auch sofort alles da weggemacht und so. Teppich war ja sauber und man sieht auch echt nichts mehr. Ich weiss also gar nicht was ich hier mache. Dem Stuhl gehts gut, wirklich."
"Ist ja gut Herr Bode, äähh Hansen. Beruhigen Sie sich, das Gericht zieht sich nun zur Beratung zurück."


Sehende Sonderedition.

"Meine Damen, meine Herren. Das Gericht hat sich beraten. Freispruch wegen Unzurechnungsfähigkeit. Und unvereidigt können meineswegen alle bleiben. Hauptsache Feierabend."
Im Namen des Volkes.

- pepperweb: nur schnüren ist flacher als monieren -

[31.3.05 | ]



Orbei! Orbei! 

Nachdm uns shon eine gnze Stund gestohen urde, der MDonalds Hamburgrklau verscholen ist, geht nun de uchstabenklau um. Nur dewegen, weil ich nach xfachr Korektur dr Hasarbeit eifach kein Lust mhr auf Lesn hab. Weiterhn, weil eben as alls andre bockiert, was Erzälenswertes bingen könte. Abr der Brief is fort, ndlich final durhatmen. Dnke, anke, Dake.
Bitt ein eues Fahrra, iel onne und eine Rheinuferprmenade nur fr mich, das lles itte heute. Herzichen Dnk, ich meld mich vn der Frot erneu.
Anstrengend? Muss auch mal sein.

- pepperweb: Rillenfrei dank Klebefilter -
[31.3.05 | ]



Schauen Sie, staunen Sie 

Nur kurz, weil auf dem Sprung. Heute wieder festgestellt, dass jeder mit einer Großpackung Klopapier unterm Arm an der Kasse scheisse aussieht. Egal wer. Jeder. Hätte ich genug Platz, würde ich das auch an die Wand nageln.

Weiterhin nur kurz bemerkt: Meine geheime Identität wurde von Detektiv Krätsche aufgedeckt, Beweise wurden angeblich in Krefeld gesammelt.


Ich streite weiterhin alles ab. Aber vielleicht gibt es ja Freundschaftspreise?

Wie passend, dass ich jetzt auch ganz fix eben zum Bowling muss. Zwar nur zu den unfreundlichsten aller mir bekannten Bahnen, aber wenigstens in netter Runde. Auf einen guten Schnitt und beste Wünsche für guten Hunger. Guten Abend.

- pepperweb: Der körperverwandte Tempomacher -

[29.3.05 | ]



Trumpf im Sumpf 

Willkommen in meinem Teil Schwafeldeutschlands. Hier können die Tauben noch ruguren wo und wann sie wollen, jeder Mitbürger ist hilfsbereit und nett und die Sonne scheint von 7 bis 23 Uhr. Denn in meiner Welt ist dieses Wochenende alles schön, mein Drucker brachte gestern abend die letzten Fußnoten meiner Hausarbeit zu Papier. Aufgaben und Aufbau der ARD werden jetzt durch den Hirnschredder gejagt, Kapitel zu. Schlimm zu wissen, dass es ja doch irgendwie geht.

Überlegung des Tages:


Ich brauch Farbe in die Wohnung.

Begnadete Innenausstatter anwesend? Ich empfehle mich und das Wochenende.
Oder wie ein ehemaliger Kollege an seinem letzten Tag sprach: "Frohe Ostern, Ihr Pfeifen."

- pepperweb: Wenn's schee macht -

[26.3.05 | ]



Zwangszeuge 

Zwei Tage überfällig, immer noch tierisch wichtig: Heinrich ist tot. Der Baum in meinem Innenhof wurde in einer Nacht und Nebelaktion enthauptet und gevierteilt - vorher wurden ihm behutsam alle Äste gebrochen.
Und ich denk noch während des Halbschlafes um 10 Uhr: "Meine Güte, die Leute von der Strassenreinigung brauchen aber lange heute". Denkste, die Kettensäge war dann doch etwas nerviger. Den Schreck den Tätern auf Stockwerk Drei Aug in Aug sehen zu können überwunden war ich kurz versucht irgendetwas peinliches zu tun. Total unfällig Fenster öffnen und beschissene Musik hören. Oder ein Kissen auf die Fensterbank zu legen und sie anzustarren. Nur um zu schauen wie lange meine Lachreaktion derzeit ist. Ich habe es dann doch gelassen, vom Bett aus ein Foto durch die Vorhanglücke gemacht, mir ein schwarzes T-Shirt aus dem Schrank genommen und gespickt, wann die Kettensäger endlich mal Mittagspause machen.
Im Übrigen: Heinrich heisst erst Heinrich, seit dem er tot ist. Wahrer Wert wurde erneut zu spät erkannt. Armer Heinrich.
Und weil dieses Bild viel zu lang ist, kommt hier halt nich eine Füllzeile hin.
Oder zwei. Ähäm. Entschuldigung.

Mein neuer Tagesplan greift, zu festen Zeiten wird aus meinem Couch- ein Schreibtisch, Ausreden werden nicht geduldet. Auch "ich müsste noch was bloggen" steht auf der "Kannste vergessen"-Liste. Tut mir leid, ich muss mit mir in dieses Gericht, ansonsten wird das alles nichts. Höchstens Linsengericht. Die werte Leserschaft darf also leiden, überbrückend spielt der wissende Konsument mit den aktualisierten Archiv-Links ganz weit unten.

Bis zur nächsten Meldung aus der Hölle der gequälten Selbstdisziplin,
Ihr Karl Orin.

- pepperweb: Tag des dümmsten Gesichts -
[23.3.05 | ]



Ordnung muss sein 

Auch wenn meine Wohnung und meine Arbeitsliste nicht den Anschein machen, halte ich von geordneten Verhältnissen einiges. Daher hier nachgereicht alles, was in den vergangenen Einträgen dieses Monats auf dem Weg vom Hirn zur Hand den Gedankentod gestorben ist: und, und, auch, sondern, Windspiel, nur, fast, trotz, beide, ausserdem. Weiterhin drei e, ein i, ein r, zwei Leerzeichen und unzählige Kommata. Ein e sollte zudem eigentlich ein r sein.


Na also, geht doch.

Die letzte Strecke ist in Sicht, mit der aufgehenden Sonne beginnt morgen auch mein privater Endspurt. Diese Website wird darunter leiden, aber das kennt man ja so langsam. Es wird alles zusammengekniffen, schliesslich mach die Fertigstellung der abzugebenden Werke das Fußhochlegen nochmal so schön.
Traumhafte Frühlingssonne wünsche ider der Republik, Petri Dank.

- pepperweb: drei Lagen für mehr Wohlbefinden -

[21.3.05 | ]



Wannenexpress 

Liebe Närrinen und Nahalesen, ich begrüsse alle herzlich zu unserer heutigen Sitzung. Tagesordnungspunkt 1: Allgemeiner Fingertrommelwirbel für Tagesordnungspunkt 2. Dieser lautet: Verschiebung der Weltzeit um 10 Minuten. Hiermit ist die Sitzung geschlossen, guten Abend.
Um es kurz zu machen: Als bekennender Lindenstrassenkonsument leidet meine innere Uhr unter dem neuen ARD-Abend. Zehn Minuten später beginnt die Hirnwäsche nun, erschreckend, dass ich jedoch ohne wirklich nachzudenken schon zur alten Zeitrechnung am Fernseher saß. Ich brauche ein Methadonprogramm, der Entschluss steht fest.
Genug der Sinnlosigkeit, die letzte Woche bis zur Hausarbeitfrist beginnt für mich schon jetzt, dann kann ich mir morgen sagen, dass ich meine Freizeit schon hatte.
Einen geschmeidigen Abend gönne ich ganz Deutschland, mir gleich zwei. Auf Wiederhören.

- pepperweb: Die neue Telenovela -
[20.3.05 | ]



Pssst! 

Premiere: Erster Eintrag aus den muffigen Hallen der Uni-Bibliothek per WLan. Inhalt? Nebensache. Gerade fiel mir nämlich auf, dass ich, Meister der Pflichteinträge und Selbstbeweihräucherung meine jüngst geklöppelte private Seite hier noch gar nicht beworben habe. Also die linke Seite, selbst verfreilich. Mit meinen beiden HTML-Daumen zusammengeklaur, hoffe ich wenigstens auf korrekte Darstellung. Genug aber nun, wem's nicht gefällt, klickt besser ins Nirvana.
Weiter für die Hausarbeit blätternd, freue ich mich über die freiwillige Lektüre eines zufällig gefundenen Buches: "Wer sieht sich das nur an? Den Zuschauern von Daily-Talkshows auf der Spur". Wahrscheinlich totaler Mist, aber hoffentlich unterhaltsam. Mit Blick auf die schon kitzelnden Wochenendtage zurück zur "Aufgabe und Wert des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die Gesellschaft am Beispiel des Zweiten Deutschen Fernsehens". Herzlichen Dank.
Und jetzt das Wetter.

- pepperweb: Macht das süße Leben leichter -
[18.3.05 | ]



Stirnbandzeit 

Hat jemand mal kurz die Durchwahl vom Verteidigungsminister? Danke.
Der Adler ist gelandet. Herrenlose Hunde werden heutzutage öfter gesehen als früher. Walisische Falken haben breite Flügel. Der Amboss ist bereit.
Soviel dazu. Ich bin heute in geheimer Mission unterwegs, daher kann ich jetzt hier keine Details preisgeben. Nur soviel: Es hat weder mit Wurst, noch mit Käse, noch mit Ameisen zu tun. Aber fast. Als Trostlink verweise ich auf das uralte, aber immer mal wieder amüsante 20 Questions.
Bitte Zeit vertreiben, ich bin bald zurück. Hoffentlich. Ansonsten den Verteidigungsminister fragen, von Uganda.

- pepperweb: kickt Kopf und Körper -
[17.3.05 | ]



Listenlücke 

Zurück aus der derzeitigen Elektrosmogzentrale Hannover, die Liste wird beängstigend kurz. Eigentlich steht nur noch "Sinnlos einkaufen gehen" vor dem immer weiter nach unten gerutschtem Punkt "Hausarbeit" auf der Zutun-Liste, sehr sehr unangenehm. Habe ich doch geschafft meine Panik selbst zu vervielfachen, wenn es darum geht aus zwölf Wochen Zeit knappe zwei werdne zu lassen, bin ich verdammt gut. Pläne werden jetzt geändert, ein "je eher daran, desto eher davon"-Plakat auf die Innenseite meines Schädels befestigt. Mal schauen, ob das hilft.

Weiterhin noch einen kurzen Gruß vom Penner, der mir die letzte Stunde, sagen wir "Unterhaltung" in mein kleines Zimmer brachte.


Hallo. Ich bin geboren um zu stören. Die Gene, die Gene...

Ich hasse sie. Kaum ist es mal ein wenig wärmer wachen die aus ihrer Winterstarre oder wasweissichwas auf und fragen sich: "Hm, wem kann ich heute mal den Tag vernerven?". Ich verfüge weder über ein Schokoladenlager, noch habe ich Blumen, die "Befruchte mich, Du brummendes Miststück!" schreien, also raus hier. Ausserdem mag ich kein Honig, daher habe ich keine Kaputtklatschprobleme, lasst Euch das gesagt sein.
Fenster bleibt trotzdem weit weit auf, jedes Mikrogramm Frühlingsluft soll meine Lungen beglücken, es gibt noch genug Winterstimmung zu vertreiben.
Also rufe ich "auf auf", muntere mich mit einem Festmahl von der heimischen Herdplatte auf und verschiebe die Hausarbeit auf morgen. Da regnet es bestimmt wieder.

- pepperweb: Zufriedenheit serienmäßig -

[16.3.05 | ]



Eyhassuwatt? 

Ein Samstag aus dem Bilderbuch. Trotz Erkältung der Hummeln im Hintern nachgegeben. Lang ist's her, dass ich nur aufgrund eines Plattendrehers einen bestimmten Orz aufsuche, gestern im Fall von DJ Karotte und der Harpune wieder der Fall gewesen. Zweifellos war der teure Eintritt gut angelegt, zumal neben der Musik auch das zweifelhafte Publikum für mein Amusement sorgte.
Zunächst: Ich bin ein Drogendealer. Ich habe es schon lange vermutet, gestern mal wieder wurden meine verdrängten Vermutungen bestätigt. Gleich zwei mal wurde ich gefragt, ob ich nicht "was dabei hätte, was ich noch zu verkaufen hätte". Meine Güte. Ich trag keine Sonnenbrille, keinen Mantel, sage nicht ständig "Psst" oder habe ein "Pillen: billig"-Shirt an. Mann mann. Dies ignorierend kam ablenkende Komik nach dem Abholen der Jacke. Schlaghosentragende "auf Sechszehntel" Tänzer kamen nicht rein. Zu gern hätte ich die Diskussion mit dem Türsteher noch verfolgt, als dann aber der breiteste der Bande anfing eben den Torwächter zu schubsen zog ich den Heimweg vor. Vielleicht hätte sonst noch jemand Schmerztabletten haben wollen oder so.
Dennoch: Lob für die Karotte, gute Vorbereitung für den faulesten Sonntag der Nation und, das Beste, für die Abwechslung und gute Stimmung.
Was bleibt ist wenig Schlaf und dieser elende Rauch in den Klamotten.

Hätte ich eine Eingangstür an dieser Website würde dort jetzt ein Schild hängen: "Bis Dienstag wegen Geschäftsreise geschlossen". In diesem Sinne, schöne Woche, freie Autobahn.

- pepperweb: Das pflanzliche Abführ-Regulans -
[13.3.05 | ]



Recylingverstoss 

Ich hinke etwas hinterher, eigentlich ist das Thema ja schon wieder gegessen. Oder auch nicht, wie man es halt sieht. Gründe, eben das hier unterzubringen, gibt es zweierlei: 1. Endlich sinnvoll ein extrem ekelhaftes Bild auf diese Website stellen, 2. einer der lustigsten Sätze, die ich in letzter Zeit gehört habe. Kommen wir also zu Punkt 1.


Das als Wallpaper: Vegetarier in 5 Minuten.

Punkt 2 führt uns in die seriöste vorstellbare Anwaltskanzlei. Über Wochen wird dort das Schlussplädoyer für den anstehenden Prozess ausgearbeitet. Der letzte Satz lautet, ganz nach RTL-Reportagenvorbild:
"Der Fall ist klar, hier liegt ein Verstoss gegen die Hackfleisch-Verordnung vor."

Vielleicht bin ich merkwürdig, mir egal, aber ich finde allein dieses Satz verdient einen Oscar. Kurz nochmal sacken lassen, danke. Auch wenn "Besorg's Dir doch einfach" jetzt die Hackfleisch-Verordnung in Verruch zieht, sie musste einfach mal Erwähnung finden.
Keine langes Abschiedsgeseiere, kein Zukunftsblick, nur Beschränkung aufs Wesentliche: Schönes Wochenende und guten Rutsch.

- pepperweb: Die Erlebnisbrauerei -

[11.3.05 | ]



Zu lang! 

Ich hätte gern ein Gegenteil von "Wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her". Eins, das zeigt, dass es immer, extra nochmal groß, IMMER schlimmer kommen kann als zuvor. "Schlimmer geht's immer" ist mir zu doof.
Zum Tathergang: Früher Feierabend im Elternhaus führt zum willenlosen Zappen, dies - wie sollte es anders sein - zur vollständigen Verblödung. Tatort: Der Küsschensender der aktuellen Volksverdummung, RTL2. Was müssen meine geschundenen Augen dort seit einigen Tagen ertragen? "Reise nach Jerusalem", die TV-Show zum Mitmachen.
Alle, die dieses Stück, ja, ich möchte fast sagen Stück Fernsehgeschichte, schon erleben durften, mögen hier eine Zäsur einfügen. Es folgt: Die Evolution des Hot Buttons.

Sechs teils völlig überdrehte Zappler, die wahrscheinlich wegen ihres großen TV-Auftrittes total überdreht sind, spielen - wer hätte es geahnt - Reise nach Jerusalem. Fünf Stühle, fürchterliche Musik und - das eigentliche Highlight dieser Produktion - Nonstop-Gebabbel der neuen Starmoderatorin. Verena Kerth, Moderationstalent sichtlich beim Keeper Kahn angepoppt. Die macht bestimmt noch total toll Karriere, ich sehe sie schon jetzt als Aushängeansagerin im Münchener Hauptbahnhof.


Gucken bringt hier eh nichts. Das Zuhören ist die Herausforderung.

Zurück zum Produkt. Pünktlich zur Nacht wird sie anscheinend aufgezogen und brabbelt dann über 120 Minuten lang durch: "Wer fliegt als nächstes bei unserem tollen Spiel raus? Rufen Sie mich an. Gewinnen Sie total viel Geld. Ist Will Smith Schauspieler oder Blumenverkäufer?", kassiert gedrückte Komplimente von ihrem, sich selbst inszinierenden Co-Moderator und fragt hin und wieder den !Schiedsrichter!, wie denn die Slomo vom !Videobeweis! zur aktuellen, weltbewegenden Entscheidung aussieht. Ich betone nochmals: Moderationshighlight und das nackte Talent, Spannung aufzubauen. Nicht.
Worte sind hier nicht genug, diese Sendung muss man erleben. Abschliessend ein Zitat von offizieller Seite.
Jeder kennt das Kultspiel - nun erobert dieser Partyspiel-Klassiker das Fernsehen! Der Wettkampf beginnt mit sieben schrägen Typen... Wer fliegt zuerst raus? Die Punker-Braut oder die Kaffeefahrt-Oma, der Business-Typ oder die Hausfrau? [...] Ein wirklich unbestechlicher Schiedsrichter passt auf, dass bei diesem hochsportlichen Event der Extraklasse alles mit rechten Dingen zugeht und keiner der Spieler zwei Stühle für sich besetzt.

Was kommt als nächstes? Verstecken von 23 bis 4 Uhr? F-Prominenten-Mau Mau? Vier Stunden Flaschendrehen mit Rubenbauer? Pisspott um 20 Euro mit Zuschauerwetten? Alles natürlich mit billigen Fragen und Mitmachmöglichkeiten gesprickt, versteht sich. Jeder Anruf nur 2 Euro, zwischendurch noch ein bisschen 0190-Werbung.

Moment - davon wird man dank Wahlwiederholungsidioten steinreich. Ich liebe RTL2, ich habe nichts gesagt, ich bin zurück, ich muss weg.

- pepperweb: Immer noch keiner ausgewählt -

[9.3.05 | ]



Bronstage 

Ich wäre ja für ein Wochentagfühlgebot. Ein Tag in der Woche bleibt namenslos, Donnerstag zum Beispiel, den kann eh niemand ab, je nach Stimmungslage des Einzelnen wird daraus dann ein sonniger Sonntag oder freier Freitag. Heute fühlte sich zumindest alles nach Freitag an. Mein Unterbewusstsein hält mir schon die Dinge vor, die ich noch einzupacken und nicht zu vergessen habe, die Leute, bei denen ich vergessen habe mich zu melden und - naja, das macht Petrus höchstpersönlich, dieses unsagbare Wetterimitat da draussen. Huch, der Satz passt ja so gar nicht - egal, ist ja mein Wunschtag, da darf ich das. Ein Wunschmonat wäre dann der nächste Schritt, hätte gern nochmal letzten August oder Juli. Die waren ganz ok.

Kryptisch ausgedrückt wollte ich sagen: Es geht in Richtung Internetentwicklunsland, also in die Heimat, meine Heimat. Die Frequenz der mütterlichen Anrufe stieg seit Jahresbeginn exponential an, Zeit also, zumindest phasenweise, wieder den Kugelschreiber rauszuholen und auf die versteckte Reset-Taste zu drücken. Passiert automatisch, wenn ich mich zuhause blicken lasse, mein immer noch unverändertes Kinderzimmer für ein paar Tage beziehe und mich beim Nachtgassigang mit unserem kleinen Kläffer an der puren Stille der entfernten Bundesstrasse erfreue.
Schwallerei vorbei: Melde mich ab, bis Mitte nächster Woche hält hier der Winter Einzug und friert den Kram mal ganz steril ein.

Abschliessend noch die mittlerweile überholten Suchbegriffe, die geradewegs ahnungslose Opfer zu mir führen. Verstörend.
Platz 5: real tones ohne sparabo
Platz 4: super bier taxi
Platz 3: herrlich sinnlose Wortkombination
Platz 2: armer hund in tüte wieder gefunden
Platz 1: tolle sounds von glitschigen tieren

Die armen Sucher. Kurzer Schweigmoment, reicht. Ohne große Worte, aber mit jetzt schon einsetzendem Heimat-Fern-Wasauchimemrweh - Tschüss!


Bitte Stellung halten.

- pepperweb: Milde Bleiche ohne Chlor -

[3.3.05 | ]



Noch interessantiger 

Liebes Deutschland, liebe Reality-TV-Gemeinde. Ich verzichte auf BigBrother-Kommentare zum Bummbumm-Geträller, zum Dorf und zur unsäglichen Moschner. Ich verzichte auch auf lange Einträge, denn ich muss zum Bowling. Verschoben werden Stadterlebnisse mit überraschend freundlichen Mitbürgern und undankbaren Hackfressen, es wird sich beschränkt auf eine Sichtung an der Kaiserskasse: Froop, oder Fruchtalarm, wie diese nervige Göre in der Werbung ohrenbetäubend gröhlen würde.
Ich mag ja Werbeslogans, insbesondere dämliche. Guten Appetit bei Froop, denn Froop "schmeckt quarkig ohne Quark zu sein". Erinnert mich an meine Sichtung in Los Angeles, das "I can't belive it's not butter"-Butter-Spray, auch ein wenig an die hier schon erwähnten Mitternachtspommes.
Verantwortlich dafür zeichnet sich die London Project-Agentur, wie ich auf dieser neu entdeckten Website feststellen durfte. Auch "Das gibt's doch gar nicht" stammt von dieser kreativen Meute. Weg von denen, hin zu weiteren dämlichen Slogans.
Moment.. ich hatte doch heute Mittag jede Menge Ideen. Alle weg. Unter Zeitdruck kann ich nicht arbeiten.

Damit bleibt dieser Eintrag a) unvollendet und b) total sinnlos. Welch Überraschung
Guten Abend.

- pepperweb: Jetzt mit mehr -
[1.3.05 | ]






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