Es ist fast tot, Jim 

Ich zitiere: "Achtung! Server wird abgeschaltet!! Im November werden wir unseren Providerdienst einstellen. Es ist höchste Zeit, sich bei uns zu melden, um einen Domainumzug zu starten."

Danke für die frühe Warnung. Vielleicht ein letztes Lebenszeichen - da will jemand das Jubiläum kaputtmachen, fürchte ich. In bester Hoffnung.

- pepperweb: Bytes sparen, auf Slogan verzichten -
[31.10.04 | ]



Tröten 

So, die Blogflaute hat ein Ende. Montag. Montag abend. Noch drei mal schlafen. Dann kehre ich mit bester Laune zurück ins Rheinland. Auch leider erst dann wird die Kerze ausgepustet. Was sein muss, muss sein. Zuvor jedoch noch zur Ausblaseaktion von 1000 Kerzen, nach einem viel zu kurzen Schlaf dann auf die Jagd nach den Staus der Nation. Wird alles bestimmt herzlich.

Also, bitte das sauersein verschieben, Montag spät abends zurückkehren und sich mit mir freuen. Klingt einfach, ist es auch. Schickes Wochenende sei gewünscht, don't be a Tanzterrorist.

- pepperweb: Dank Fünfer immer gerade -
[29.10.04 | ]



Tanzterroristen 

Ein Lob auf das Phänomen "Spass haben". Hochgelobt sei auch "Abgehen", ich möchte jedoch dem gern noch ein ", in Maßen" in das Lexikon kritzeln. Nach Ellenbogen, Hinterkopf und Zigarette - innerhalb von geschätzten drei Sekunden in meinem Gesicht - bin ich zugegebenermaßen doch etwas stinkig.
Doch huch - schau einer an - schon ist sie wieder verflogen, die fiese Stinkigkeit und wird durch gespielte Müdigkeit und einem breiten Grinsen ersetzt. Denn die gnadenlosen Tanzterroristen konnten meinen Spaß nicht mindern. Ugly Duckling im Unique, Bilder falls verfügbar später.

Ja Mr. Holmes, richtig gerochen. Ein weiterer "Hauptsache was geschrieben"-Eintrag. Naja, zu 60% vielleicht. Und eine Erinnerung: Noch vier mal schlafen, dann blasen wir ne Kerze aus.

- pepperweb: Rund durchs zappelnde Geäst -
[28.10.04 | ]



Fast vergessen 

Lange nicht mehr getan, daher überfällig:
Ich beende den Tag, den guten, mit einer Lüge.

Es ist genull nau Uhr.

- pepperweb: Hauptsache schalten -
[27.10.04 | ]



Fehlende Überschrift 

Haha, einfach gemacht.

"Das geschundene Gemüt wird es Dir danken", dachte ich so in meinem jugendlichen Leichtsinn vor mir hin. "Ist ja nur ein ganz wenig, man man sich mal was gönnen" war ich mir sicher. "Sind ja nur zwei, mehr hab ich eh nicht im Haus" rechtfertigte ich die Ausgabe von 10 ganzen Cent.
Doch nach dem Genuss der Probepackung Prinzen-Kekse, Marke "Vollkorn", holte mich ein Blick auf die verkrümelte Packungsrückseite von meinem Seelen-Schoki-Doping herunter. Diese leckeren Vollkorn-Kekse, von denen Mami wohl denkt "wenigstens Vollkorn, tun wir den Kindern mal was Gutes" scheinen aus nichts anderem zu bestehen ausser Zucker. Der Inhalt dieser probieren-sie-doch-mal-Packung besteht aus 2 Keksen. Diese, so tituliert, "Portion" beeinhaltet aber dennoch über 220kcal. 20% des Gewichtes sind laut bunter Tabelle Fett. Iss entweder noch zwei, oder einen Bic Mac, kommt aufs Gleiche raus.
Mit der Energie könnte ich 220 Liter Wasser um ein Grad wärmer machen, wenn ich richtig aufgepasst habe. Da wäre ich mit einem Stückchen Wohlfühlschokolade fast schon besser dran. Betrug. Und die Erklärung für den von mir gesetzten, aber schon wieder verworfenen "dicke Kinder"-Trend. Der Trend geht zum Dreifachkinn, bei diesen Energien.

Ich weiss, alles halb so wild. Uninteressant und überflüssig zugleich. Weiterhin völlig dusselig und schwarzmalend. Mir aber egal. Ich fand es überraschend und erschreckend und hatte dieses Bedürfnis. Dazu diese Plattform und gefundene Opfer. Was will man mehr?
Schlaf. Und einen Haushaltstroll. Nein, zwei. Vielen Dank.

- pepperweb: Leuchtende Minen zur Glückseligkeit -
[26.10.04 | ]



Arme Jury 

Durch die Wochenendverschiebung merke ich ganz deutlich: Mein Körper verarscht mich, quasi sich selbst. Sonntag: Ausschlaftag. Neuer Sonntag: Wachwerdtag zu nachtschlafenden Zeiten. Wenn ich wenigstens so wach werden würde, wenn es drauf ankommt - aber nein. Nun gut, wenigstens gab es seit langer Zeit Sonntagsbrötchen. Schlechter Trost.

Im Bett dem Radio entnommen: "Habseligkeiten" ist das Wort des Jahres. Wohl auch in trilliarden anderer Blogs heute zu lesen. Alternativ zur Suche eines eigenen Highlightsausdrucks möchte ich vielmehr wissen, wer vor Ewigkeiten auf die Schwachsinnsidee gekommen ist ein eben solches Wort zu suchen. Gäbe es da nicht viel interessantere und erst recht lustigere Alternativen? Ich plädiere für die Un-Uhrzeit des Jahres, 14:22h ist mir schon lange ein Dorn im Auge. Oder Wochentag des Jahres, bei der WM gewinnen schliesslich auch immer nur die gleichen Teams. Wie wäre es mit dem Wetter des Jahres? Ach verdammt, es geht doch sicher noch banaler. Farbe des Jahres? Straße des Jahres? Obst des Jahres? Buchstabe des Jahres?
Doch wäre es nicht der Preis an sich, der für Unterhaltung sorgt, vielmehr würde wie eben auch bei "Habseligkeiten" die offizielle Begründung der (wie auch immer besetzten) Jury klingen.
"Der Mittwoch hat mit all seinen Facetten einen Platz an der Ehrentafel verdient. Beschreibt er doch zugleich seine Funktion, ruft gleichzeitig bei der Nation die Ziellinie der aktuellen Runde in die Gedanken und beherbergt so manche Schätze. Und Friseure haben geöffnet. 2004 war definitiv das Jahr des Mittwochs."

Andere Vorschläge? Bestimmt en masse, passen hier aber nicht hin. Höchstens nach Klick.
Nun esse ich Bohnen, wenn die Vorlesungen schon dröge sind mache ich sie mir lustig.


- pepperweb: Schande bis zum Rande der Kande -
[24.10.04 | ]



Spezialfall 

Meinetwegen habe ich einen an der Klatsche, ich kann damit leben. Aufgrund hoffnungslos überfüllter Parkhäuser und drohendem Regen wurde die spontane Alternativunterhaltung aufgesucht: die Messe Düsseldorf. Nachdem bei der drupa schon einige, zu 80% überflüssige, Poster und Drucke den Weg in meine Wohnung fanden, spekulierte ich auf Plastikübertöpfe für meine einzige Grünquelle. Sowas kauf ich mir halt nicht. Also schnell zur K, der Messe rund um Plastik und Kunststoffe. Groß, ganz viel bunt und überraschend. Was es nicht alles gibt.


Sonst nur Roboter und Maschinen die irgendetwas machen. Schneiden oder so.


Ein neuer Traumberuf ist gefunden: Redakteur beim offiziellen "Kunststoff heute"-Magazin. Was es nicht alles gibt zum Zweiten. Oder Leute, die einfach nur darauf achten dass beim Zuschneiden der Deckel für halbhohe japanischer Babynahrungsflaschen die Müllablage nicht zu voll wird. Studieren ist doch gar nicht so schlecht.
Aber immer wieder beruhigend zu sehen wie viel Wirtschaft es gibt, irgendwo.
Nun weiterhin zum deutschend Abendprogramm, Forrest Gump. Ein Meisterwerk. Guten Abend

- pepperweb: Durchhalten bis zur schimmernden Tröterei -

[23.10.04 | ]



Alle Kissen leer 

Als Labersack wurde ich bezeichnet, erstmals. Völlig unverblümt und direkt. Ich kann nur sagen: Endlich. Sie trägt Früchte, meine Schwafelei zum Gunste Deutschlands. Aber dies nur am Rande.

Und es wurde weiss.
Dusseliges Übungszettelfinale steht zwar noch aus, doch es ist nah. Das erste wohlverdiente Wochenende seit langem steht an und ich freu mich drauf. Eigentlich bin ich ja schon mittendrin, die Entspannung kommt bestimmt gleich nach. Eventuell zusammen mit meinem durchzuziehenden Wochenendplan. Letztes Jahr wurde das Spektakel verpasst, dieses Mal bin ich aber auf jeden Fall dabei, beim Schnee am Rhein. Sollte jeder gehört haben, Weltcupgeschichte und so. Wenn nicht aus sportlicher Sicht, dann aber sicher wegen dem dort auftretendem Staraufgebot. Wer braucht da noch Hollywood, Deutschland kann voll mithalten: Mickie Krause, Antonia, Preluders und der Mann mit dem beschissensten Adelstitel der Nation, Jürgen von Big Brother. Dort wird ausgewichen, ebenso dem extrem peinlichem Vorhaben eines Rheinstädtchens Aprés Ski zu feiern. Früh genug hinfort und es könnte trotzdem ganz lustig werden. Leute angucken und so.

Mein Plan für erfolgreiches Wochenende und gute Laune: Einfach rausgehen und irgendwelchen Leuten zujubeln. Am Rhein wird geübt, zuvor jedoch geruht. Beweisbilder folgen, nicht vom Ruhen.
In der Hoffnung auf ein Tagebuch-loses Blog stürze ich mich auf die Eins. Und die Null.
Guten Abend, schickes Wochenende.

- pepperweb: grün und doch verwundert -
[22.10.04 | ]



Aufgeflogen 

Oh Gott. Ich habe es kommen sehen. Es war nur eine Frage der Zeit. Es ist vorbei, sie haben mich gefunden. Verdammt, wie nur? Sie sind größer geworden, gefährlicher und erschreckender. Kaum wiege ich mich in Sicherheit, rummst wieder eine gegen mein Fenster und erinnert mich an die Bedrohung. Wie ein auf seinen abgeschnittenen Finger zeigenden Mafioso. Ständig werde ich beobachtet, bei jedem Freigang erwarte ich den Dung aus der Hölle. Super-Terror-Tauben des Todes. Mit Röntgenblick.


Hitchcock my Hinterteil. Kindergarten.


Eine selbstgeklöppelte Fensterbankvogelscheuche brauche ich erst gar nicht aufstellen, diese Biester durchschauen mich sofort. Ich sehe es am Blick des Anführers, dem braunen Mistfink da.
Seit einigen Wochen schwirren sie bereits herum, seit Tagen wird nun wahlweise auf dem Innenhofdach gegenüber oder gleich direkt auf meiner Fensterbank getagt. Lautstark. Morgen für morgen. Verdammtes Geruckediruggrugg. Der Postbote ist Vergangenheit, jetzt kann ich nicht mal mehr meinen Ruhestörer beschimpfen. Oder, noch schlimmer, der braune Lump vergeht sich an meiner Klingel - wer weiss. Zuzutrauen wäre es ihm. So wie der aussieht.

Etwas vom Federvieh und Übungsblättern angenervt gehe ich nun mit meinem "Gönn' mir doch mal jemand den heiligen Schlaf"-Schild in die Welt hinaus. Guten Abend.
...oder sind es doch vom CIA gesteuerte Roboter?

- pepperweb: der schwarze Genuss geheuerter Tragen -

[20.10.04 | ]



Die Nacht ist zum Schlafen da 

Satan hat die "fünf Uhr dreissig Nachrichten" erfunden. Ganz sicher. Doch zum Wesentlichen des Tages.
Endlich hat mir der Zufall nötige Pflichten abgenommen, der Hausmeister von nebenan lief gehwegfegend mir über den Weg, ich musste mich nicht einmal zum Anruf aufraffen. Allerdings wurde ich spätestens dann skeptisch, als er nach Inspektion meiner halbwegs defekten Duschanlage versuchte mich mit einem "Gar kein Problem, mache ich ihnen alles fertig. Mittwoch Nachmittag. 20 Euro." in Sicherheit zu wiegen. Ich habe ihn aber durchschaut, als er mit nicht zu versteckendem polischen Akzent im Hinterkopf den wahren Plan fertigstellte: "Jetzt hat der Dämlack gezeigt, dass es viel Gerümpel zu holen gibt, dem Typen räume ich mit meinen Kollegen die Bude aus. Dem fällt gar nicht auf, wenn in diesem Haufen etwas fehlt".
In der Tat bin ich von Natur aus misstrauisch, bei diesem Exemplar mysteriösen Nachbarns sogar extrem. Oder er installiert mir Wanzen, zwecks stilvoller Ausraubung mit Hinterlassung drohender Blutschrift "Ich weiss was Du letzte Woche unter der Dusche gesummt hast".

Moment bitte - ich fürchte fast, ich schafle erneut. Dem wird ausnahmsweise sehr strickt Einhalt geboten, ich zwinge mich nun nach einem viel zu langen Tag überraschend unmüde in die Koje. Auf spannende "Gestaltung" bei Professor Schädel. Ich hätte auch gern so einen Namen. Fast so schön, wie Inga Humpe. Aber das hatten wir schon.
Gehabt Euch wohl.

- pepperweb: der offensichtliche Genuss reichlicher Kellen -
[19.10.04 | ]



Schneller ans Ziel 

Die hässlichen Latschen werden verschoben, denn es gibt etwas wichtigeres. Endlich hat es der Einzelhandel verstanden: Neue Geschäftsideen braucht das Land. Nur mit Innovationen kommt heute noch Geld in die leeren Kassen. Einfallslose Geldgeier verkaufen einfach stinknormale T-Shirts mit nichtssagendem Aufdruck für 90 Euro und hoffen, dass daraus Kult und pure Coolness wird, die wahren Pioniere der Dienstleister arbeiten an weitaus spannenderen Ideen.
Explizit sprang mir heute das Beispiel einer Düsseldorfer Pommesbude in der überfüllten Altstad ins Auge.


Nicht probiert, aber bestimmt viel leckerer als normale Fritten.


Bevor ich mich jetzt in den Abend stürze und versuche bereits um 22 Uhr zu schlafen, freue ich mich insgeheim auf bestimmt bald auf uns zukommende Highlights. Silvester schon im November, Mittagstisch ab 5 Uhr, Winterglühwein ab August und das Ende der Welt schon morgen.
Früher ist besser. Ein weiterer Grundsatz, der sich einzuprägen lohnt.
Vielen Dank

- pepperweb: Schnell und hell -

[17.10.04 | ]



Selten passender 

Ich habe sie gefunden. Die neue Masche, wie der Teufel Unheil über die Welt bringen will.
Mehr zu den scheußlichen Machwerken Luzifers, den "Ugly Boots" später. Morgen. Bestimmt. Uniparty, ich komme.

- pepperweb: Tröten durch harte Platten -
[15.10.04 | ]



Groß gemacht 

Ungestüm erledigte ich im Schlendergang meinen monatlichen Haushaltseinkauf. Aus Gemütlichkeitsgründen im überteuerten Drogeriemarkt am nahegelegenen Eck. Hier sei kurz angemerkt, dass der mir zugesteckte Grundsatz "Mit Klopapier an der Kasse sieht man immer behämmert aus" auch heute wieder bewiesen wurde. Mit einer dm-Tasche in der einen, einem einschneidenen 6er-Wasser-Träger von Taray, dem günstigen Türken von nebenan, in der anderen Hand, hing ich mir besagtes Papier an den kleinen Finger. Ist ja nicht so weit.
Mangels Belag der frisch gekauften Brötchen konsultierte ich den auf dem Weg liegenden Supermarkt, platzierte das Toilettenpapier klug wie ich bin bei der Kassiererin - auf Bongesuche hatte ich keine Lust. Geschätzte 3 Minuten später beendete ich meinen Bezahlvorgang und stelle fest, dass eine ganz armselige Gestalt sich meines Klopapiers bemächtigt hatte.
Auf Nachfrage der schon jetzt entnervten Kassiererin wurde mir ein schnittiges "Hätten Sie mir Bescheid gesagt, hätte ich drauf aufgepasst. Selbst Schuld." entgegengeworfen. Na vielen Dank. Wie nötig muss man es haben, wenn man im überteurten Otto Mess auf Diebesgutsuche geht? Und wie dreist um sich einfach an der Kasse abgestellte Ware einzuverleiben. Armselig.

Zwar fehlen jetzt nur zwei Euro in meiner Haushaltskasse, aber solch ein Beweis der Weltschlechtheit versaut mir ganz gerne mal den ganzen Tag. Traurig geht sie irgendwann zu Grunde, die Welt. So stürze ich mich jetzt in das anstrengende Nichtstun eines galgenbefristeten Studenten. Morgen will ich auch eine Straftat begehen, aus Prinzip. Kaugummi ausspucken oder so.

Abschliessend noch eine Aussage, wie sie hier treffender nie zu finden war: Ananas und Curry passen nicht zusammen.

- pepperweb: Aus dem Leben, aus dem Sinn -
[13.10.04 | ]



Es geht doch 

Herzlichen Dank, namensloser Übermensch, der Du das Ufa-Kino mit einer guten Sneak-Rolle beliefert hast. "Sehnsüchtig" zeigte der gespannt erwartete Vorspann. "Wicker Park" heisst dieses Filmgut im Original. Mit einem Typen und zwei Frauen aus Pearl Harbour. Zwar nach den ersten zehn Minuten wegen einem lahmen Start und lärmenden Gruppen vor mir etwas enttäuscht, wendete sich das Blatt. Zwar habe ich "Vanilla Sky" nie gesehen, aber was ich aus Erzählungen gehört habe, geht dieser Film in eine ähnliche Richtung. Sehr spannend, intelligent erzählt und überraschend. Teils psycho. Ich lasse dieses Bild sprechen und hülle mich dann diesbezüglich in professionelles Schweigen.


Bildunterschrift.


Geklaute Bilder, bitte nicht verklagen.
Weiterhin wurde bereits ein sehr sehr verfrühtes Wochenende eingeläutet, den Professoren mit Extra-Veto-wir-machen-was-wir-wollen-Urlaub sei dank. Somit verlängerte sich meine Galgenfrist in Bezug auf Freizeit um eine weitere Woche. Herzlichen Dank, ich werde sie so produktiv ausfüllen, wie auch schon die zwei Monate nach meinem letzten Arbeitstag.
Fuß 1: gehoben. Fuß 2: gehoben. Entspannung: eingesetzt. Abend: fast verlaufen. Bis die Tage.

- pepperweb: -

[12.10.04 | ]



Unterhaltungsbedarf 

Ich spreche zu Dir, oh wohlgestimmter Gott der Vorpremieren. Hab Gnade mit einem geschundenen Geiste, der sich nach der Bestrafung durch |Haus der 1000 Leichen| und einem schmalzigen |DDR-Schwank| schon fast nicht mehr traut ein Sneak-Preview-Ticket zu lösen.
Auf meinem Lautsprecher steht Soto, der Parkplatzgott. Zwar anscheinend in Rente, aber zumindest steht er da. Unangezündet. Wenn ich mir aus Essensresten und Streichhölzern einen Sneak-Gott zurechtklöppel, gilt das dann schon als Untreue? Hmmm. Oder ich werde in Zukunft einfach mal konstruktiv und recherchiere im Netz nach aktuellen Vorpremieren - nein, zu einfach.
Nun denn, in der Freude, dass "White Chicks" schon läuft und somit nicht in den Gefahrbereich fällt, trete ich ihn hiermit an, den gemütlichen Abendausklang.

Und eine Klickbemerkung am Rande: Schlimmer als die Schutzgeldterroristen der GEZ erreichte mich heute ein zweites Mal ein Anruf der Stadt Düsseldorf. In Bezugnahme auf |DIESEN| Vorfall wolle man nur sichergehen, ob ich mir nicht in der Zwischenzeit ein kläffendes Haustier zugelegt hätte. Sieben Monate später, wenn das man nicht gefährlich nach ABM durftet.

Kopfschüttelnd auf dem Weg zu schnatternden Mitsehern schlafe ich schon jetzt ein. Schutzreaktion. Ich drücke mir selbst die Daumen.
Danke. Gern geschehen.

- pepperweb: für flache Blumen in eigenhändigen Stürmen -
[11.10.04 | ]



Schämdurchschnitt 

Wie ein schlechtes Deja vu ziehen diese Zeilen vorbei, denn mich platz mein Gewissen. Mein schlechtes. Zwar könnte ich mir meinen Eintragsschwund mit schwachen Wochenend-Statistiken schönreden, lasse es aber und entschuldige mich lieber. Das ist sowieso viel sozialer und kommt viel zu selten vor. Auch wenn ich es hasse, kurz zusammengefasst: Viel Sonne, klare Luft. Letztes Bowling, schlecht abgetreten. Vorfreude und Aufregung vor der ersten, zwar entspannten, aber dennoch bestimmt ereignisreichen Woche.
Morgen früh wirst Du eingeweiht, liebes Studententicket. Oh, Studierendenticket, ich vergaß. Nun bin ich müde, geh zur Ruh, mache meine Äuglein zu. Ich blicke freudig auf die folgenden Stunden Schlaf, die Augenblicke in der Bildungsanstalt und dem Kreativitätsschub für den nächsten Eintrag entgegen.
Ausserdem bräuchte ich eine neue Themenwoche, denken funktioniert nur gerade nicht.
Ich empfehle wiederholungslastig: mich und die Welt.

- pepperweb: Wie kann ich da der Mörder sein -
[11.10.04 | ]



Meatshakin' 

Kleinigkeiten füllen die Tage nach der Woche. Wochenende klingt irgendwie für mich derzeit beschönigend. Erfolgreich lasse ich wirklich wichtige Dinge der To-Do-Liste aus, wenigstens kann mein Schädel jetzt wieder atmen. Auch wichtig. Mehr Koffein für das Überleben der Pre-TV-Duell-Phase.
Überraschendes Ergebnis bei der wöchentlichen Recherche in meinem Geiste: Aus unerfindlichen Gründen bleiben die Hummeln meinem Hinterteil fern, zumindest was das Schwingen des Tanz- und Feierbeins angeht. Gerade in Hinblick auf das "Bald werde ich müde sein, sehr müde" für mich eher merkwürdig.
Dann wird halt mein erscheckend geringes Konzentrationspotenzial auf die nächste Warmwerdwoche in der Disziplin "Studium für Anfänger" gewidmet. Weiterhin konnte ich zufällig einen Auftritt von Ugly Duckling in Düsseldorf ausmachen, Ende Oktober. Große Freude, spätestens da wird wieder sinnlos Geld ausgegeben. Wenn das mal nicht beruhigend ist.

In der Hoffnung auf einen entspannten Fernsehabend mit unterhaltsamen Programm. Moment. Traum geplatzt. Dann halt nur Gemütlichkeit. Ich empfehle alles, jeden, mich und die Welt.

- pepperweb: Birnenbäume gegen Kunstverglasung -
[9.10.04 | ]



Noch keine Löcher 

Erst gestern smalltalkte ich selbstsicher, ich sei kein WG-Typ. Schon heute habe ich einen Mitbewohner, eher eine Mitbewohnerin. Sie wohnt in mir und schimpft sich Panik. Weiblich, weil die Tradition weiterführend, dass Schlechtwetterfronten auch Hildegard heissen. Oder Frida oder so.
Liebe Welt, nimm Rücksicht auf mein Gehrin, respektive die Zurückbildung, die es in fünf Jahren Nahctarbeit hinter sich hat. So viele Eindrücke, Abkürzungen und Gebäude kann doch kein fauler Durchschnittsmensch mit Hang zum Scheisse finden mitmachen. Vom Aufstehen während der Nacht möchte ich gar nicht sprechen, nur finde ich Dunkelheit am Morgen überaus überflüssig.

Aber was male ich hier schwarz? Völlig unnötig, denn jetzt wird ganz ernsthaft geschwafelt. Also noch ernsthafter.
Irgendwie gibt es nämlich genug Grund, dass die die Mischung aus Aufregung und Schiss, die Insomnia mit sich brachte, langsam mal abdankt. Wäre ich beim Zahnarzt gewesen, käme ich mit einem Schokoeis und dem "Er hat gar nicht gebort"-Alibi durch die elterliche Haustür. War nämlich alles überraschend entspannt, interessant, erleichternd und wie Oswald Kolle in seinen besten Jahren. Aufklärung deluxe. Was fürn schlechter Wortwitz. Nur meine Beine sind für einen Hörsaalplatz zu lang. Ich freue mich auf meine erste Vorlesung in Stützstrumpfhosen. Ich werde keinen Rock tragen, ausnahmsweise.
In der Vorfreude auf Bilder vom gestrigen Kellerabend, auf weiteres Beschnuppern und auf ein hoffentlich freundliches Newbiefrühstück zwinge ich mich in die Koje. Sonst endet das wieder hässlich.

Und einmal noch für die Galerie: Jeder der sich kratzend am Schädel fragt, was das hier gerade soll: Klicken. Rechts. Oben. Satzzeichen. Ruhig bleiben. Danke für die Mitarbeit.

- pepperweb: die schiefste Verrücktheit seit Konrad Zuse -
[7.10.04 | ]



Hilfe für Deutschland 

Ich möchte nicht schon wieder mit aus Körperöffnungen gezogenen Unlustigkeiten diese Seite füllen, weise alternativ aber zu gern auf etwas hin, was schon lange überfällig war: Ein lustig blinkendes Fragezeichen. Ja genau. Zu finden an ungewohnter Stelle, ich zeige virtuell mit einem großen Zeigefinger auf die rechte, obere Ecke dieser Websites hin. Aufgemerkt und probegeklickt. Naja, nicht zwingend. Nur wenn ein Gefühl des Unverständnisses ob dieser Seite im Inneren wohnt.
Ansonsten wünsche ich einen schönen Abend und mir und meiner Aufgeregtheit einen spannenden ersten Tag am Campus.
Glück auf.

- pepperweb: Trotz Beschwerden ein Neueinsteiger -
[5.10.04 | ]



Fehlt nur noch der Bärenmarkenbär 

"Family Party, ne tolle Idee. Kein Wunder, denn es gibt Tofifee". Welch geradezu poetische Aussage derzeit der Bundesrepublik in wiederkehrenden Rhytmen in die Ohren gezwungen wird. Ich könnte jedes Mal kotzen. Für mich ist dieses Machwerk der Storck-Mafia unangefochtener Spitzenreiter in der nicht existenten Hitparade der Verdummungs-Reklame.
Ich hoffe einfach für das Schicksal dieser dort zu hörenden Sängerin, dass ihre Stimme durch unzähliche Shareware-Programme so extrem verfälscht wurde, dass ihre Familie nicht das Problem hat, welches bei mir bei jedem Wiederkehr dieser Werbung hochkommt. Purer Brechreiz. Gepaart mit der "schaut uns an, wir sind die Vorzeigefamilie des Todes"-Glückseligkeit und den grinsenden Darstellern ergibt der Gesang ein geradezu Prügelstrafen hervorrufendes Meisterwerk. Ach. Ich hoffe, jeder kennt diesen Spot und weiss was ich meine.
Leider - und ich betone mit vollem Ernst -, _leider_ konnte ich keine Onlinevariante dieser Werbung finden, alle Nichtkenner, TV-Verweigerer, Werbungwegschalter oder GEZ-Gefängnissitzer müssen also diesen Eintrag ignorieren. Pech gehabt, Euch entgeht ein Erlebnis.

Das musste raus, entschuldigung.
Und um den angefange "gerade passiert"-Abschluss zu machen, berichte ich von der aktuellen "Wer wird Millionär"-Frage (nicht wortgetreu):
Welches Wort hat die gleiche Bedeutung wie "entsprechend"? a) anastahl, b) analog, c) anagingfremd.
Willkommen bei 9Live, ihrer Hirnverarsche am Frühabend. Wir schlagen Wellen. Danke Deutschland.

- pepperweb: Slogan gestrichen -
[4.10.04 | ]



U18 

Aus dem Zusammenhang, dennoch passend: "Wir haben uns auseinandergelebt". Irgendwie war dies das vorherrschende Gedankengut während meiner überfüllten Autobahnodysee des Tages. Von A nach B, bzw. von B nach D. Bevern, mein Heimatdorf aller Heimatdörfer - ich liebe Dich immer noch, aber irgendwie hat die neue Generation die Zügel an sich gerissen, die ich nie angefasst habe. Schlimm als fast 25jähriger sowas schon sagen zu müssen, aber ich darf das, ich habe graue Haare.
Merkwürdig merkwürdig zumindest. Neben dem wieder einmal neugestartetem Sportvorsatz, habe ich mir vorgenommen der ansässigen Dorfdisco (dieses Wochenende jährte sich die Eröffnung zum 28. Mal) den Rücken zuzzukehren.

Mit der Vorfreude auf die nächste Woche, denn trotz "nur" O-Woche, beginnt für meinen Geist dann die Uni. Hach, ich freu mich. Nur leider nicht auf die ewig nutzlosen Stunden in den Strassenbahnen dieses Bundeslandes. Für den Rest des Abends begebe ich mich in Trance, denn beim sonntäglichen Bowling will mein persönlicher Highscore geknackt werden. Petri Heil, gut Schuss, oder sonst irgendwas.
Und ausserdem gerade gehört. Der diesjährige Todeszug der Afrika-Heuschrecken hat begonnen. Verdammt.

- pepperweb: Matte Reflektoren bitte zu mir -
[3.10.04 | ]






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