Raupe rückwärts 

Junge, Junge. Die Feier in der Hansestadt musste mit blutendem Herzen wegen Magenverstimmung und solchem Kram auf mich verzichten. Viel mehr: ich auf sie und Spass. Den gibt es dort in Tüten, so wurde mir berichtet. Großen Tüten.
Vergossene Milch, war trotzdem ein schicker Samstag.


Schicke Werbebildcollage, nicht wahr. Kamera, wo bist Du?


Per Fahrrad nach ausreichender Selbstreinigung durch die Stadt und auf die Kirmes. Die laut Veranstalter "größte Kirmes am Rhein mit über vier Millionen Besuchern". Eine ganz schöne Masse, die verstärkt an diesem überaus sonnigen Tag die Rheinwiesen bevölkern.
Massen - pure Menschenmassen. Von der Brücke aus nur ein bunter, wuselnder Teppich, gekrönt mit dem Gekreische aus dem "Power Tower". Ich liebe Kirmes, irgendwie macht sie glücklich. Leute beobachten könnte ich tagelang und wenn sie auch noch so konsumwillig und teils adrenalingeladen sind, macht es umso mehr Spass. Herrlich.
Diese Rückwärts-Schraubenzieher-Überkopf-Geschichten sind nichts für mich. Ich finde es viel interessanter die lobpreisenden Monte Carlo-Losbudenomas zu studieren. Oder den Ansporner vor der Boxbude. "Sportsmann, was für eine Nationalität bist Du? Libanese? Brauchst kein Deutsch können, nur feste Haue Haue machen". Gefischt hat mich der grandiose Labersack vor der "Show der Sensationen". "Erleben Sie hier - nur hier: Das Auto an der Wand". Fast schon peinlich berührt muss ich zugeben: Ich war beeindruckt, ganz schön sogar. Für mehr Informationen und ein Wunder an Webdesign bitte |klicken|. War wirklich ganz spaßig.
Überraschend hässliche, garantiert lizenzfreie "Findet Nemo"-Imitatplüschtiere sind diese Saison der Renner. An jeder Losbude, jeder Schießbude und jedem Lebkuchenherzchenladen hingen diese Dinger. Ich würde gern mal im "Schaustellergroßmarkt für hässliche Preise" bummeln gehen. Weiter ging es im "Haus der Illusionen" (Die Frau ohne Unterleib und so) und natürlich auch als Zuschauer in der gefakten Boxshow. Immer wieder amüsant.
Nach der Sünde an der Bratwurst- und Eisbude konnte ich mir stolz die obligatorischen gebrannten Nüsschen verkneifen, die Linie wurde bereits zuviel beansprucht.

Zurück bleibt eine Heimfahrt mit Blick auf die wunderbar illuminierte Rheinseite Düsseldorfs, wirklich schick, und einigen offenen Kirmesmysterien:
Warum erreicht der "Euro-Teuro"-Spruch die Schausteller erst jetzt?
Warum sollte jemand einen Meter Bratwurst am Stück essen?
Schiessen die Luftgewehre wirklich schief?
Und, besonders wichtig: Warum haben alle Schausteller seit über 20 Jahren die gleichen Effektgeräte?

Bleiben Sie unserem Autorenteam gewogen, denn morgen geht's hier wieder los los los.

- pepperweb: Mit vollen Wogen der Sonne entgegen -

[25.7.04 | ]






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schon am ende.
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